Hanumanji - Namaste

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Hanumanji

Bunte Geschichten aus der Welt
(gehört und aus dem Gedächtnis widergegeben)


Noch heute wird im Epos Ramayana und weitum in den Dörfern Südindiens die liebende Hingabe Hanumans gepriesen, des Bhaktas und Yogis, der in Affengestalt an der Seite Sri Ramas weilt ....


Es begab sich, dass der grosse Weise Narada Muni, der Kraft seiner Mystik an jeden Ort innerhalb und ausserhalb dieses Universums reisen kann, Sri Rama besuchte. Zu Ehren Sri Ramas trug er Ihm und der ganzen Versammlung wunderschöne Lieder der liebenden Verehrung vor, die er mit den sphärischen Klängen seiner Vina begleitete. Die Anwesenden waren bezaubert und Narada Muni beschlich im geheimsten Winkel seines Herzens ein Gefühl des Stolzes.

Da bat Sri Rama darum, einmal den Affenkönig Hanuman die Vina spielen und seine Lieder vortragen zu lassen. Narada Muni zeigte sich über den Vorschlag nicht sehr begeistert. Zweifelnd schaute er auf den riesigen Affen und dachte mit Besorgnis daran, dass dieser mit seinen grossen Händen seiner zierlichen Vina Schaden zufügen könnte. Doch da es der Wunsch Sri Ramas war und Narada Muni diesen Wunsch erfüllen wollte, reichte er Hanumanji sein aussergewöhnliches Musikinstrument.

Hanuman schämte sich ein wenig der Aufmerksamkeit, die ihm zukam. Er war kein begnadeter Sänger, und verfügte weder über eine schöne Stimme, noch konnte er Melodien singen oder spielen. Aber da er Sri Rama nie einen Wunsch abschlagen konnte, nahm er die Vina entgegen und begann zu singen. Er kannte nur einen Mantra, den er mit aller Liebe und Verinnerlichung sang und spielte: «Sri Rama, jay Rama, jay jay Rama. Sri Rama, jay Rama, jay jay Rama... ». Und ungeachtet seines fehlenden musikalischen Talentes wurden die Zuhörer augenblicklich von seinem Bhajana in Bann gezogen und bis ins Innerste ihrer Herzen ergriffen, so dass sie die Welt um sich vergassen und an der Liebe Hanumanjis zu Rama Anteil hatten.

Als Hanuman endete, wollte er Narada Muni seine Vina zurückgeben. Doch die Vina liess sich nicht bewegen und alle sahen, dass das eine Ende der Vina mit dem Steinboden verschmolzen war. Die Liebe Hanumanjis war derartig mächtig, dass sie selbst den Stein zu schmelzen verstand. Als Narada Muni vergeblich versuchte, seine Vina zu ziehen und zu bewegen, riet ihm Sri Rama, auch auf der Vina zu spielen und den Stein schmelzen zu lassen, damit er die Vina lösen konnte. Augenblicklich stimmte Narada Muni seinen wunderbaren Bhajana an. Aber der Stein liess sich nicht erweichen. Darauf schlug Sri Rama vor, Hanuman solle es nochmals versuchen. Und erneut nahm Hanuman das Instrument in seine grossen Hände und begann voller Liebe seinen Mantra zu singen: «Sri Rama, jay Rama, jay jay Rama... ». Und der Stein konnte gar nicht anders, als unter der Liebe Hanumans zu schmelzen, so dass dieser die Vina hochheben und sie Narada Muni zurückgeben konnte.


 
renate.kaderli (K-Affe) ourswiss (Punkt) ch
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